Gesellen- und Abschlussprüfungen

© André Wirsig

Gesellen- und Abschlussprüfungen

Durch die Berufsausbildung werden die für die Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit notwendigen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt. Der Nachweis dieser beruflichen Handlungsfähigkeit erfolgt für die Handwerksberufe mit der Gesellenprüfung, für nichthandwerkliche Berufe mit der Abschlussprüfung.

Die Organisation der Prüfungen erfolgt durch die Mitarbeiter der Handwerkskammer, der Kreishandwerkerschaften oder Innungen in enger Absprache mit den ehrenamtlich tätigen Prüfungsausschüssen.

Der rechtliche Rahmen für die Berufsabschlussprüfungen ist durch die Handwerksordnung (für Handwerksberufe), das Berufsbildungsgesetz (für nichthandwerkliche Berufe) und die Verordnung über die Berufsausbildung des jeweiligen Berufes gegeben. Die Handwerkskammer hat eine Gesellen- und Umschulungsprüfungsordnung und eine Abschluss- und Umschulungsprüfungsordnung erlassen.

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung ist zur Ermittlung des Ausbildungsstandes eine Zwischenprüfung durchzuführen. In der Lehrlingsrolle erfasste Lehrlinge werden dazu von der Handwerkskammer, Kreishandwerkerschaft oder der Innung eingeladen.

Gestreckte Prüfung

Für eine ganze Reihe von Berufen ist die gestreckte Gesellenprüfung vorgesehen. Anstelle der Zwischenprüfung ist der Teil 1 der Gesellenprüfung zu absolvieren, der mit einem bestimmten Prozentsatz (je Beruf zwischen 25 Prozent und 40 Prozent) auf das Gesamtergebnis der Gesellenprüfung angerechnet wird. 

Ansprechpartner

Dienstleistungs-, Gesundheits- und Nahrungsmittelgewerbe
Angelika Gößel

Telefon: 0351 4640-585
Fax: 0351 4640-34585
E-Mail schreiben

Anlagenmechaniker, Holz- und Baugewerbe, Metallbauer, Amtshilfen (alle Berufe)
Bettina Hensel

Telefon: 0351 4640-583
Fax: 0351 4640-34583
E-Mail schreiben

Elektro- und Metallgewerbe, Behinderten-Ausbildungsberufe
Denise Schuster

Telefon: 0351 4640-582
Fax: 0351 4640-34582
E-Mail schreiben

Hinweis:
Es entfällt die Testpflicht, wenn die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 35 liegt. Bei einer Inzidenz über 35 lässt die COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung der Bundesregierung zur Erfüllung von Testpflichten keine Selbsttests mit Selbstauskunft als Nachweis mehr zu. Um die Testpflicht zu erfüllen, sind zulässig: 1. Testnachweise von einem Leistungserbringer nach § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung (Teststellen und –zentren). 2. Ein Test vor Ort unter Aufsicht desjenigen, der der jeweiligen Schutzmaßnahme unterworfen ist (z.B. Friseur). 3. Ein Testnachweis im Rahmen einer betrieblichen Testung im Sinne des Arbeitsschutzes durch Personal oder unter Aufsicht. Neben einer Qualifikation durch einen entsprechenden Lehrgang sind für die Aufsichtsfunktion auch entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen bei der Durchführung von Selbsttests ausreichend. Die im Rahmen dieser betrieblichen Testung ausgestellten Nachweise zählen als tagesaktueller Testnachweis auch für andere Angebote. Bitte beachten Sie die jeweilige Hausordnung des Bildungszentrums.

Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie

Die Allgemeinverfügung für eine Ausnahme von der Untersagung des Präsenzunterrichts nur in Form von Wechselunterricht sowie von der Untersagung der Präsenzbeschulung für Berufsbildungseinrichtungen nach § 2 Absatz 1 Nummer 3 BBiG wurde veröffentlicht.

Damit sind Verbundlehrgänge, Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU/übA), Meisterkurse und weitere unaufschiebbare berufliche Fort- und Weiterbildungen mit anerkanntem Abschluss und Sach- und Fachkundeprüfungen aufgrund staatlicher Anforderungen für die Berufsausübung inzidenzwertunabhängig durchführbar. Voraussetzung ist, dass an den Maßnahmen nur Personen teilnehmen, die zweimal in der Woche getestet werden. Entsprechendes sieht der Entwurf der Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) im Zusammenhang mit § 28b Abs. 3 vor, der voraussichtlich Ende Mai vom Bundestag rückwirkend beschlossen wird.

Die Vorbereitung und Durchführung von Prüfungen (Zwischen- und Abschlussprüfungen) sind kein Unterricht im Sinne der Vorschrift unter § 28b Absatz 3 Infektionsschutzgesetz (IfSG) und bleiben daher unberührt.

Hinweis:
Es entfällt die Testpflicht, wenn die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 35 liegt. Bei einer Inzidenz über 35 lässt die COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung der Bundesregierung zur Erfüllung von Testpflichten keine Selbsttests mit Selbstauskunft als Nachweis mehr zu. Um die Testpflicht zu erfüllen, sind zulässig: 1. Testnachweise von einem Leistungserbringer nach § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung (Teststellen und –zentren). 2. Ein Test vor Ort unter Aufsicht desjenigen, der der jeweiligen Schutzmaßnahme unterworfen ist (z.B. Friseur). 3. Ein Testnachweis im Rahmen einer betrieblichen Testung im Sinne des Arbeitsschutzes durch Personal oder unter Aufsicht. Neben einer Qualifikation durch einen entsprechenden Lehrgang sind für die Aufsichtsfunktion auch entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen bei der Durchführung von Selbsttests ausreichend. Die im Rahmen dieser betrieblichen Testung ausgestellten Nachweise zählen als tagesaktueller Testnachweis auch für andere Angebote. Bitte beachten Sie die jeweilige Hausordnung des Bildungszentrums.

Zulassung

Zur Gesellen-/Abschlussprüfung ist zuzulassen wer die Ausbildungszeit zurückgelegt hat oder wessen Ausbildungszeit nicht später als zwei Monate nach dem Prüfungstermin endet, wer an vorgeschriebenen Zwischenprüfungen teilgenommen sowie vorgeschriebene schriftliche Ausbildungsnachweise geführt hat und wessen Berufsausbildungsverhältnis in die Lehrlingsrolle eingetragen oder aus einem Grund nicht eingetragen ist, den weder der Lehrling (Auszubildende) noch dessen gesetzlicher Vertreter zu vertreten haben.

Der Antrag auf Zulassung ist durch den Lehrling zu stellen. Der Ausbildungsbetrieb hat davon Kenntnis zu nehmen.

Vorzeitige Zulassung

Der Lehrling kann nach Anhörung des Ausbildenden und der Berufsschule vor Ablauf seiner Ausbildungszeit zur Gesellen-/Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn seine Leistungen dies rechtfertigen (Antrag vorzeitige Zulassung downloaden, PDF).

Externe Zulassung

Zur Gesellen-/Abschlussprüfung ist auch zuzulassen, wer mindestens das Eineinhalbfache der Ausbildungszeit im Beruf tätig war, in dem die Prüfung abgelegt werden soll.
Von dieser Zeit kann abgewichen werden, wenn durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft gemacht wird, dass die berufliche Handlungskompetenz erworben wurde.

 

Wiederholungsprüfung

Die Gesellen-/Abschlussprüfung kann zweimal wiederholt werden. Bestandene Prüfungsteile sind nicht zu wiederholen, wenn sich der Prüfling innerhalb von zwei Jahren zur Wiederholungsprüfung anmeldet.

Bei nicht bestandener Prüfung wird eine Lehrverlängerung empfohlen, die mit dem entsprechenden Antrag in der Lehrlingsrolle angezeigt werden muss. Bei Fortführung des Lehrverhältnisses besteht weiterhin Schulpflicht. Wurde jedoch die Kenntnisprüfung komplett bestanden, kann eine Befreiung von der Schulpflicht bei der zuständigen Sächsischen Bildungsagentur beantragt werden (Antrag zur Kürzung und Verlängerung der Ausbildungszeit downloaden, PDF; Anmeldung zur Wiederholungsprüfung downloaden, PDF)

Nachteilsausgleich bei der Durchführung von Prüfungen

Anspruch für Menschen mit einer Behinderung

Das Berufsbildungsgesetz und die Handwerksordnung regeln einen Anspruch für Menschen mit einer Behinderung, damit ihre besonderen Verhältnisse bei der Durchführung von Prüfungen in der beruflichen Bildung berücksichtigt werden. Dieser Anspruch ist Teil der „angemessenen Vorkehrungen“, wie sie die UN-Behindertenrechtskonvention auch für den Bildungsbereich vorsieht.

Menschen mit einer Behinderung können infolge ihrer individuellen Beeinträchtigungen/ Einschränkungen Nachteile beim Erbringen von Leistungen entstehen. Zur Kompensation dieser Nachteile besteht für sie die Möglichkeit, Nachteilsausgleiche bei der Durchführung einer Prüfung zu erhalten. Dies gilt insbesondere für die Dauer der Prüfung, die Zulassung von Hilfsmitteln und die Inanspruchnahme von Hilfeleistungen Dritter, wie Gebärdensprachdolmetscher für Menschen mit Hörschädigung.

Diese Nachteilsausgleiche sind keine „Vergünstigungen“, sondern kompensieren behinderungsbedingte Benachteiligungen in der Prüfungssituation. Die Prüfungsanforderungen bleiben qualitativ erhalten.

Auf dem Prüfungszeugnis wird weder die Behinderung noch der Nachteilsausgleich dokumentiert.

Ansprechpartner

Dienstleistungs-, Gesundheits- und Nahrungsmittelgewerbe
Angelika Gößel

Telefon: 0351 4640-585
Fax: 0351 4640-34585
E-Mail schreiben

Anlagenmechaniker, Holz- und Baugewerbe, Metallbauer, Amtshilfen (alle Berufe)
Bettina Hensel

Telefon: 0351 4640-583
Fax: 0351 4640-34583
E-Mail schreiben

Elektro- und Metallgewerbe, Behinderten-Ausbildungsberufe
Denise Schuster

Telefon: 0351 4640-582
Fax: 0351 4640-34582
E-Mail schreiben

Fortbildungsprüfungen, Sachkundenachweis, Meisterprüfungen
Paula Witschel

Telefon: 0351 4640-586
Fax: 0351 4640-34586
E-Mail schreiben

Meisterprüfungen
Beatrice Dubau

Telefon: 0351 4640-547
Fax: 0351 4640-34547
E-Mail schreiben

Prüfungszeitraum

Die Prüfungen werden im Sommer vom 1. Mai bis 31. August des Jahres für Lehrlinge und Umschüler mit Vertragsende vom 1. Mai bis 31. Oktober und im Winter vom 1. November des Jahres bis 28. Februar des Folgejahres für Lehrlinge und Umschüler mit Vertragsende vom 1. November bis 30. April durchgeführt.

Termine Gesellen- und Abschlussprüfungstermine 2021/2022

Beruf Winter-
prüfung
Zwischenprüfung/
Teil 1 der ge-
streckten Prüfung
Sommer-
prüfung
Anlagenmechaniker SHK      
Ausbaufacharbeiter
(Fli-Pla-Mo) 2-jähr.
     
Ausbaufacharbeiter (Trockenbau) 2-jähr.      
Ausbaufacharbeiter (Zimmerer) 2-jähr.       
Automobilkaufleute      
Bäcker      
Bauten- u. Objektbeschichter      
       
Beton- und Stahlbetonbauer      
Dachdecker 17.12.2021 01.07.2022 17.06.2022
Elektroniker 14.01.2022 16.06.2022 13.06.2022
Fachverkäufer Bäckerei/Konditorei      
Fachverkäufer Fleischerei      
Fahrzeuglackierer      
Feinwerkmechaniker      
Fleischer      
Fliesen-, Platten- u. Mosaikleger      
Friseur      
Hochbaufacharbeiter Beton, 2-jähr.      
Hochbaufacharbeiter Maurer, 2-jähr.       
Informationselektroniker      
Karosserie- u. Fahrzeugbauer

15.12.2021

18.05.2022 18.05.2022
Kaufleute für Büromanagement      
KFZ-Mechatroniker

01.12.2022

18.05.2022 01.06.2022
Konditoren      
Kosmetiker      
Maler / Lackierer      
Maß- / Änderungsschneider       
Maurer       
Mediengestalter / Medien-
technologe
     
Metallbauer      
Raumausstatter      
Steinmetz- u. Steinbildhauer  16./17.12.2021    
Straßenbauer      
Technischer Modellbauer      
Tiefbaufacharbeiter, 2-jähr.      
Tischler 03.12.2021 14.05.2022 17.06.2022
Trockenbaumonteur      
Uhrmacher     10.05.2022
Zahntechniker       
Zimmerer      
       

Die Termine für nicht aufgeführte Berufe erfahren Sie bei den jeweiligen Ansprechpartnern.

Ansprechpartner

Dienstleistungs-, Gesundheits- und Nahrungsmittelgewerbe
Angelika Gößel

Telefon: 0351 4640-585
Fax: 0351 4640-34585
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Anlagenmechaniker, Holz- und Baugewerbe, Metallbauer, Amtshilfen (alle Berufe)
Bettina Hensel

Telefon: 0351 4640-583
Fax: 0351 4640-34583
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Elektro- und Metallgewerbe, Behinderten-Ausbildungsberufe
Denise Schuster

Telefon: 0351 4640-582
Fax: 0351 4640-34582
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